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  • AutorenbildOliver Masch

6 Dinge, die deine Beziehung (sofort) positiv verändern können


Ich werde oft gefragt: „Oliver, kannst du uns nicht irgend einen Tipp geben, damit wir uns wieder besser verstehen.“


Ich kann das gut nachvollziehen, denn es ist nicht immer so einfach, Teufelsdialoge zu durchbrechen, die eigenen und die wunden Punkte des anderen zu verstehen oder über seine Ängste und Bedürfnisse zu sprechen.


Wir alle geraten mal mehr, mal weniger in Konflikte. Es gibt Tage, an denen wir einfach den Mut verlieren, auf den anderen zuzugehen und uns zu öffnen.

Es ist ein gemeinsamer Prozess, der Mut, Geduld und Liebe erfordert.


Die folgenden Tipps beziehen sich daher auf das, was du ganz konkret machen kannst, um die Verbindung zu stärken. Es sind kleine Dinge der Zugewandtheit, die eine relativ große Wirkung haben können, wenn wir uns gleichzeitig die Zeit nehmen, den anderen zu verstehen.


  1. Lege dein Handy weg, um deinem Partner „einfach nur“ ein paar Minuten zuzuschauen

  2. Schreibe ein Liebesgedicht anstatt durch Instagram, Facebook o. ä. zu scrollen (Tipp: es muss sich nicht reimen)

  3. Lies ein spannendes Buch und erzähle deiner Partnerin, was dich bewegt hat

  4. Koche das Lieblingsgericht deiner Partnerin  (oder bestelle es) und decke den Tisch (oder reserviere einen Tisch in einem Restaurant)

  5. Finde einen Song, den ihr beide gut findet und hört diese Musik gemeinsam im Auto

  6. Finde eine Serie, die der andere auch mag und startet eine Fernsehorgie ohne Handy


Tipps und Methoden ersetzen keine professionelle Unterstützung


Vor einigen Tagen hatte ich eine sehr bewegende Sitzung mit einem Paar. Ich durfte miterleben, wie Bastian seiner Frau sagte, wie schwer es ihm fallen würde, sie wahrzunehmen, wenn er mit seiner eigenen Wut beschäftigt sei.


Wow, das war sehr beindruckend, da beide besser ihre Beziehung verstehen und darüber offen sprechen konnten.


Am Ende der Sitzung sagte er: „Oliver, kannst du uns nicht ein paar Tipps geben: ich brauche eine konkrete Anleitung. Welche Methoden müssen wir lernen? Was soll ich genau sagen und tun?“


Das Bedürfnis nach Methoden und Tipps ist sehr nachvollziehbar. Es erhöht das Sicherheitsgefühl, meist jedoch nur kurzfristig.


Entscheidend ist, dass wir mit dem anderen gut verbunden sind. Ansonsten können Tipps auch als Vorwürfe und Kritik aufgefasst werden. „Siehst du, davon rede ich doch schon die ganze Zeit.“

Beziehungstipps und Methoden können uns eine gewisse Sicherheit und Orientierung geben, ersetzen jedoch keine Beratung oder Therapie  und vor allem nicht den Mut, tiefe Gefühle zu zeigen und zu akzeptieren.

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