Emotionsfokussierte Paartherapie: Wie wir unsere negativen Beziehungsmuster besser erkennen können

Aktualisiert: Sept 23



„Dieser Tanz ist ja unser Feind, nicht wir beide“, bemerkt Andreas und schaut zu Patrick rüber: „Die Dinge einfach mal zu betrachten, die wir so machen, wenn es bei uns beiden knirscht, hat uns irgendwie weitergebracht.“


Die Übung „Teufelsdialoge erkennen“ von Sue Johnson lenkt den Fokus auf den negativen Tanz, der durch die einzelnen Schritte beider Partner angefeuert wird.



„Ja“, sagt Patrick, „wir haben uns hingesetzt, diese Übung gemacht und uns direkt gestritten, hahaha. Erst fand ich die Aufgabe lästig, aber nein, das war wirklich gut.“


Die EFT-Therapeutin hat in den ersten Sitzungen die Aufgabe, die einzelnen Schritte des negativen Tanzes sichtbar zu machen. Jedes Detail, wie Augenrollen, bestimmte Reizwörter usw., ist dabei wichtig. Dadurch kann das Paar den „gemeinsamen Feind“ besser erkennen und das Beziehungsmuster später gemeinsam umwandeln.




„Was passiert da gerade?“, unterbreche ich das Paar.„Je mehr Sie, Andreas, z. B. jetzt erklären, dass Ängste normal sind und man die aushalten muss, desto wütender wird Patrick, indem er schließlich schreit: >>Kannst du nicht akzeptieren, dass ich einfach nur Angst habe.“


Die EFT-Therapeutin unterbricht immer mal wieder den Teufelsdialog der Klienten, um das negative Muster zu durchbrechen.


Die oben erwähnte Übung kann dabei helfen, dass dies auch im Alltag besser aktiviert wird.


Dabei kam bei Andreas und Patrick heraus:


Patrick: „Ich entferne mich von Andreas, indem ich.:


  • ruhig bleibe und Andreas mit Argumenten „bombardiere“

  • gedanklich abschalte, („wie ein Computer herunterfahre“)

  • nichts mehr sage usw.“


Andreas: „Ich bewege mich auf Patrick zu, indem ich:


  • mich beschwere („Du stehst nicht zu mir“)

  • sagte, wie sich Andreas verbessern kann

  • meine Frustration schreiend äußere usw.“


0 Ansichten