Paartherapie als Chance

Aktualisiert: Mai 15

💡Wenn Paare in ihren negativen Interaktionsmustern über einen längeren Zeitraum gefangen sind, ist meist auch der Blick auf eine gemeinsame Zukunft versperrt.


➡️ Es entsteht ein dumpfe Gleichgültigkeit, ja sogar Verachtung für die eigene bzw. gemeinsame Unfähigkeit, diese Beziehungskrise doch noch in den Griff zu bekommen.


⏰Die Jahre vergehen und scheinbar nichts geschieht. Und nach und nach bestimmen die apokalyptischen Reiter - Kritik, Verachtung, Rechtfertigung und Mauern den gemeinsamen Tanz.


⚓️ Rettungsversuche werden nicht mehr oder nur noch selten wahrgenommen. Am Ende sind manche sogar froh, dass keine gemeinsamen Kinder da sind, weil nur noch das Negative zu erkennen ist.


🎸In dem Song „Verpasst“ habe ich dieses Thema vor vielen Jahren einmal aufgegriffen.


🎹 „Wir haben‘s verpasst

Unsere Hochzeit, vor der Glotze und den Nachwuchs

Wir waren so angespannt

Wären wir losgegangen wie Pfeil

Dann durchs Herz

N’inquiète pas, ça ira!“


Weiter hören unter:

http://quer-feldein.de/musik/verpasst.html


➡️ Wir blieben verhältnismäßig lange zusammen und doch kam es uns schließlich vor, als hätten wir den richtigen Zeitpunkt für eine gemeinsame Zukunft verpasst.


Niemand wollte dies zugeben. Hätte es doch bedeutet, einen Neustart zu wagen und eine Zwischenbilanz zu machen.

Der Zweifel war zu groß. Für uns beide.


❓Haben Sie in einer Beziehung auch schon mal das Gefühl gehabt, etwas verpasst zu haben?


🍀Wenn jedoch die negativen Interaktionsmuster herausgearbeitet und aufgespürt werden, kann allmählich auch wieder der Blick auf eine gemeinsame Zukunft frei werden.


Dabei kann Paartherapie helfen.


In einer Atmosphäre von zunehmender Achtung, Zuneigung und Akzeptanz passt dann auch gut folgende Übung von Ulrich Clement (Teil B):


Zwischenbilanz

 

Beantworten Sie bitte folgende Fragen schriftlich und sprechen Sie nicht mit ihrem Partner darüber!!! Die Auswertung erfolgt in der nächsten Sitzung. Bringen Sie bitte ihre Aufzeichnungen mit.

 

Entwickeln

 

1. Was müssen Sie in Ihrem Leben als Frau/Mann unbedingt noch tun, was Sie bisher noch nicht verwirklicht haben?

2. Was meinen Sie, was will Ihr Partner als Frau/Mann unbedingt noch tun, was sie/er noch nicht verwirklicht hat?


vgl. Ulrich Clement: Systemische Sexualtherapie. 6. Aufl. Stuttgart 2014.

 


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